Autonome Fahrzeuge, intelligente Vernetzung der Verkehrsträger, Smart City
In der Mobilität liegt der Vorteil der künstlichen Intelligenz in der Verknüpfung der Daten. Im Fahrzeug selbst stehen Unfallreduktion und vorausschauende Wartungssysteme im Vordergrund. Im öffentlichen Nahverkehr und im Bahnverkehr können Bedarfe und Kapazitäten besser koordiniert werden. Verkehrsträgerübergreifend können Verkehrsflüsse besser koordiniert werden. Insofern ist die künstliche Intelligenz ein wesentlicher Faktor für Entwicklungen im gesamten Smart City Umfeld. Ein wichtiger Forschungszweig ist ausserdem die autonome Mobilität. Hier steht neben der intelligenten Interaktion des Fahrzeugs mit den Insassen vor allem die Interaktion mit der Umgebung im Vordergrund. Die sichere Erkennung von Hindernissen und die Einbettung und Vernetzung mit anderen Verkehrsteilnehmern sind zentrale Forschungszweige. Hier können Fahrzeuge durch den ständigen Austausch und die Analyse von Informationen über Verkehrssituationen voneinander profitieren. Teilautonome Mobilität mit Abstandswarnern und Spurassistenten wird in den nächsten Jahren flächendeckend möglich sein, während für vollständige autonome Mobilität ausserhalb abgegrenzter Gebiete wie Industrieflächen neben technischen Fragen auch ethische und rechtliche Fragen gelöst werden müssen. Unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen können einen erheblichen Einfluss auf die Forschung und Entwicklung der künstlichen Intelligenz im Mobilitätsbereich in einzelnen Ländern haben.

IT-Unternehmen führend, Dienstleister dynamisch, Europäer abgeschlagen
Im Bereich der künstlichen Intelligenz in der Mobilität ist Intel mit dem Tochterunternehmen Mobileye führend (Anzahl der Weltklassepatente). Es folgen weitere grosse IT-Unternehmen wie Alphabet, denen umfassende Aktivitäten im Bereich autonomer Fahrzeuge zugetraut werden. Auch klassische Automobilunternehmen wie General Motors, Ford, Honda und Toyota befinden sich unter den Top-10 Unternehmen. Im Vergleich zu den direkten Konkurrenten verfügen die deutschen Automobilhersteller nur über wenige Weltklassepatente in diesem Feld und befinden sich noch hinter den Automobilzulieferern (die geringe Forschungseffizienz, gemessen als Anteil der Weltklassepatente an den Gesamtpatenten, deutet aber auf ein grösseres Gesamtportfolio hin). Neben Fahrzeugbauern sind auch Dienstleistungsunternehmen zu finden: Didi Technology und Uber als Mobilitätsvermittler, Here Navigation und TomTom im Navigationsbereich sowie Handelsplattformen wie Amazon und Alibaba. Letzere experimentieren u.a. mit Dronen, um die Lieferkette zu optimieren.