Die Forschungsverflechtung der Schweiz mit europäischen Regionen – interaktive Präsentation

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Quelle: EconSight, Datengrundlage OECD, PatentSight

Die zentralen Ergebnisse der Kurzanalyse

  • Die Schweiz unterhält Forschungskooperationen mit 840 europäischen Regionen.
  • Insgesamt kooperiert die Schweiz in 12’700 Patenten mit dem europäischen Ausland. (mindestens ein Erfinder aus der Schweiz und mindestens ein Erfinder aus einer europäischen Region).
  • Die Kooperationsintensität hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdreifacht von 4600 Patenten auf 12’700 Patente) Die Kooperationsregionen haben um ein Drittel zugenommen
  • Die umfangreichsten Patentkooperationen bestehen mit den umliegenden Grenzregionen der Schweiz: Landkreis Lörrach (DE), Haut-Rhin (FR) und Rheintal-Bodenseegebiet (AT).
  • Die Region Zürich ist am stärksten verflochten und kooperiert mit 559 Regionen.
  • Die Nordwestschweiz ist am intensivsten verflochten mit insgesamt 4’073 Kooperationspatenten (Zürich: 2’675; Arc lémanique: 2’618).
  • Die Nordwestschweiz unterhält mit dem Landkreis Lörrach die stärkste Kooperation (1’114 Patenten)
  • In der Nordwestschweiz sind 36% aller Patente EU-Patentkooperationen (Tessin 33%, Ostschweiz 32%)
  • In Industrie 4.0 Technologien sind EU-Patentkooperationen für 42% aller Weltklassepatente in der Nordwestschweiz und 37% aller Weltklassepatente in der Ostschweiz verantwortlich. Umgekehrt werden in der Zentralschweiz und im Tessin rund drei Viertel aller Weltklassepatente ohne ausländische Kooperationen entwickelt.
  • In DeepTech sind die Kooperationen in der Weltklasseforschung noch ausgeprägter als in Industrie 4.0. In den meisten Regionen sind europäische und internationale Patentkooperationen zusammen für mehr als die Hälfte der Weltklassepatente in diesen Technologien verantwortlich.
  • Insgesamt führen EU-Patentkooperationen häufiger zu qualitativ hochwertigen Weltklassepatenten als die rein nationale Patententwicklung. Die Patenteffizienz (der Anteil der Weltklassepatente an den Gesamtpatenten) liegt bei DeepTech-Forschungskooperationen in den Regionen Nordwestschweiz, Zürich und Ostschweiz deutlich über der rein nationalen Patenteffizienz. In der Ostschweiz führen knapp 50% aller Patentkooperationen mit europäischen Regionen zu Weltklassepatenten.
  • In Industrie 4.0 Technologien sind In Zürich 22% aller nationalen Patente extrem hochwertige Weltklassepatente. Bei Patenten mit europäischer Beteiligung liegt der Anteil der Weltklassepatente bei 34%.
  • Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf dem Verhältnis der Schweiz zu den europäischen Forschungsregionen. Es zeigt sich aber, dass auch Regionen ausserhalb der EU je nach Grossregion für zwischen 7% und 11% aller Kooperationspatente verantwortlich sind.
  • Die wichtigsten Regionen (nicht Teil dieser Analyse) sind New York, San Diego, das Silicon Valley, London und Shanghai. In den meisten Grossregionen ist die Patenteffizienz bei aussereuropäischen Kooperationen sogar noch höher als bei den europäischen Kooperationen.